Die Gewinner des CyberChampions Awards 2017!

Aus über 50 Bewerbungen haben sie sich durchgesetzt und die Jury für sich gewinnen können: GoSilico, race result und memetis wurden im September mit dem CyberChampions Award gekürt.

Die Gewinner in der Kategorie Best Startup

Die Kategorie Best Startup richtet sich an Jungunternehmer in der Vorgründungsphase und Startups, die maximal zwei Jahre am Markt tätig sind. Bewertet wurden unter anderem das Potenzial des Geschäftsmodells, das Alleinstellungsmerkmal oder die Skalierbarkeit, aber auch das Auftreten der Gründerpersönlichkeiten und die Zusammensetzung des Teams. 

1. PREIS: GoSilico. Simulations-Software für die Biopharmazeutische Industrie.

Biopharmazeutika wie Antikörper werden biologisch hergestellt. Dabei entstehen auch Verunreinigungen, die nicht im fertigen Medikament enthalten sein dürfen. Um eine hohe Reinheit zu gewährleisten, muss der Wirkstoff anschließend von Verunreinigungen befreit werden. Die Entwicklung eines Reinigungs-Prozesses erfordert jedoch hunderte teure und zeitaufwändige Laborexperimente. Durch GoSilicos Technologie können 95% der Experimente durch schnelle und günstige Computer-Simulationen ersetzt werden. Bis zur Marktzulassung lassen sich so bis zu 3 Monate einsparen.

Weiter trägt die Technologie auch zur Parallelisierung der Wirkstoff-Entwicklung bei. Durch eine Personalisierung in der Medizin hat sich die Anzahl an Wirkstoff-Kandidaten in den vergangenen Jahren enorm erhöht. Individuelle Wirkstoffe erfordern jedoch individuelle Herstellungsprozesse. Da Labore nur sehr begrenz skalierbar sind, stellt die experimentelle Entwicklung zunehmend einen Engpass dar - Simulation ermöglicht die Parallelisierung. Personalisierte Wirkstoffe gegen komplexe Krankheiten wie Krebs können so schneller und günstiger zum Patienten kommen.

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2. PREIS: Kinemic verändert wie wir mit Technologie interagieren

Im Film gibt es das schon lange: Computersteuerung durch Gesten oder Sprache. Eine Gestensteuerung, die Bewegungen über ein sogenanntes Wearable auswertet, haben die Gründer des seit 2016 bestehenden Start-ups Kinemic entwickelt: Ein Sensorarmband oder eine Smartwatch erfasst Armbewegungen und die Software des Unternehmens leitet aus diesen Bewegungen Steuerbefehle ab. So kann der Nutzer beispielsweise mit einer Wischbewegung durch Menüs navigieren oder Wörter in die Luft schreiben. Die Grundlage für die Software schufen die Gründer am KIT.

Neben PC, Laptop oder Touchscreen können auch Augmented-Reality-Brillen gesteuert werden. Den größten Nutzen sieht Kinemic derzeit in der Industrie - und zwar überall dort, wo es wichtig ist, freihändig bzw. mit Werkzeug in der Hand zu arbeiten. Auch in Reinräumen oder beim Umgang mit gefährlichen Werkstoffen bewährt sich die Technologie. Mehrere renommierte Unternehmen arbeiten bereits mit Kinemic zusammen, darunter u.a. Stabilo, die Deutsche Bahn und Zeppelin Systems.

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Die Gewinner in der Kategorie Best Corporate

Die Kategorie Best Corporate richtet sich an alle IT- und Hightech-Unternehmen in der erweiterten TechnologieRegion Karlsruhe und wird an Unternehmen vergeben, die eine außerordentliche Entwicklung vorweisen können.

Das kann die Einführung eines neuen Produkts sein, die Erschließung eines neuen Marktes oder ein überdurchschnittlich schnelles Wachstum. Gewürdigt werden außerdem Bemühungen um eine mitarbeiterfreundliche Arbeitsumgebung, Aktivitäten im Bereich Corporate Social Responsibility oder ehrenamtliches Engagement. 

1. PREIS: race result auf Erfolgskurs

Im Alter von gerade einmal 16 Jahren begann Sönke Petersen 1999 mit dem race|result-Projekt. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die race|result-Software (ehemals Laufverwaltung) zur führenden Software-Lösung im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Heute bietet die Firma rund um den Globus eine vollständige Lösung für Zeitmessung, Online-Anmeldung, Teilnehmermanagement und Auswertung aller Arten von Ausdauer-Sportevents an. Die race|result 11 Software ist nach wie vor zentrales Element der Lösung, doch die meisten Umsätze erwirtschaftet das Unternehmen heute durch die Zeitmessungs-Hardware.

Im Januar dieses Jahres sind wir in unser neues Firmengebäude in Pfinztal Berghausen umgezogen, da wir in der Technologiefabrik Karlsruhe aufgrund unseres starken Wachstums an unsere Grenzen gestoßen sind.

Unsere Produkte werden inzwischen bei zahlreichen großen Sportveranstaltungen eingesetzt werden. In dieser Saison wurden unsere Systeme bei zwei der angesehensten Triathlons Europas erfolgreich eingesetzt. Während der ETU Kitzbühel Triathlon European Championships 2017 und des Grand Prix de Valence, konnten sich die professionellen Athleten voll und ganz auf unsere innovative Zeitmesslösung verlassen.

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2. PREIS: Die Software-Manufaktur TUP – ein Familienunternehmen mit Campus-Flair

Die Software-Manufaktur DR. THOMAS + PARTNER (TUP) aus Stutensee koordiniert Materialfluss und Warenbewegungen in den Lägern namhafter Unternehmen wie Zalando, adidas, der Otto Group oder Bosch. Nahezu jeder hat bereits ein Produkt in Händen gehalten, das dank TUP-Software den Weg zu ihm nach Hause gefunden hat.

Ende 2016 hat das Familienunternehmen mit 130 Mitarbeitern den TUP-Campus in Stutensee bezogen und zeigt so wirtschaftlich wie ökologisch den Trend zur Nachhaltigkeit. Das moderne Bürogebäude nach Passivhausstandard bietet ebenso Raum für Kreativität wie ein geselliges Miteinander.

1980 gegründet, hat TUP seither eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. Das Ingenieurbüro von einst hat sich zu einem renommierten IT-Unternehmen entwickelt, das mit den Großen der Branche, wie beispielsweise SAP, in einem Satz genannt wird – und sich dabei den Geist eines Familienbetriebes bewahrt hat. In über 35 Jahren wurde Know-how in Sachen Materialfluss und der Steuerung von Warenbewegungen erarbeitet, das höchstes Ansehen genießt und auch große, internationale Unternehmen überzeugt. 

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Der Gewinner des Sonderpreises init Innovationspreis

memetis: Große Kräfte auf kleinem Raum – intelligente Bewegung dank Formgedächtniseffekt

Immer kleinere Geräte und Bauteile mit erhöhter Funktionalität – dies stellt heute die große branchenübergreifende Herausforderung dar. Was die Sensorik schon geschafft hat, muss die Aktorik – die autonome Bewegung – erst noch unter Beweis stellen. Hier kommen konventionelle Technologien schnell an ihre Grenzen.

memetis nimmt sich dieser Herausforderung an und ermöglicht große Kräfte und Stellwege auf kleinstem Raum. Möglich wird dies durch hauchdünne Folien aus Formgedächtnislegierung. Dabei handelt es sich um Metalle, die sich im kalten Zustand sehr leicht verformen lassen, sich jedoch unter Einwirkung von Hitze selbstständig in ihre Gedächtnisform zurückbewegen. memetis besitzt die umfassende Expertise, diesen Effekt gezielt zu nutzen und damit flexibel anpassbare Miniatur-Bauteile mit hoher Funktionalität und großen Kräften anzubieten.

Im Fokus stehen derzeit Miniatur-Ventile und -Pumpen für die Medizintechnik und Analytik. Diese Ventile haben nur ca. ¼ der Größe von gängigen Miniatur-Ventilen und ermöglichen beispielsweise das Dosieren von Flüssigkeiten auf kleinstem Raum. Dadurch lassen sich neue, hochportable Analyse-Anwendungen direkt am Point-of-Care realisieren.

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Die Finalisten des CyberChampions Awards

Diese Startups und Unternehmen hatten sich fürs Finale qualifiziert: